Zum Hauptinhalt springen

Mitgliederversammlung

Mitgliederversammlung 2021

PROTOKOLL

der Mitgliederversammlung
des Deutsch-Israelischen Freundeskreises Neuwied e.V.

am 22.10.2021, 18.00 – 20.45 Uhr

im Gemeindehaus der Marktkirchengemeinde Neuwied 

 

Versammlungsleitung:

Werner Zupp (TOP 1-6 u. 9)
Ralf Seemann (TOP 7-8)

Protokoll: Birgit Bayer

 

Es waren 22 stimmberechtigte Mitglieder anwesend.
Die Anwesenheitsliste ist als Anlage 2 beigefügt.

 

Mit der Begrüßung der anwesenden Mitglieder eröffnete der Vorsitzende Werner Zupp die Sitzung und stellte die satzungsgemäße, form- und fristgerechte Einladung zur Versammlung fest.

Die mit der Einladung versendete Tagesordnung (s. Anlage) wurde von der Versammlung ohne Änderungen wie folgt einstimmig beschlossen:

TOP 1:        Geschäftsbericht des Vorsitzenden

TOP 2:        Kassenbericht der Kassenwartin

TOP 3:        Diskussion der Berichte

TOP 4:        Wahl eines Versammlungsleiters / einer Versammlungsleiterin

TOP 5:        Bericht der Rechnungsprüfer

TOP 6:        Entlastung des Vorstands

TOP 7:        Neuwahl des Vorstands

        7.1: Wahl des Vorsitzenden

        7.2: Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden

        7.3: Wahl der Schatzmeisterin

        7.4: Wahl des Geschäftsführenden

        7.5: Wahl der Beisitzenden

TOP 8:        Wahl zweier Rechnungsprüfer/-innen

TOP 9:        Vortrag von Joachim Hennig: "Verfolgung und Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Neuwied und Umgebung

 

Vor seinem Geschäftsbericht bat Herr Zupp die Anwesenden, in einer gemeinsamen Schweigeminute des verstorbenen Mitglieds Dr. Klaus-Jörg Beckmann zu gedenken.

 

Das gesamte Protokoll der Mitgliederversammlung 2021 lesen

Mitgliederversammlung 2020

PROTOKOLL

der Mitgliederversammlung
des Deutsch-Israelischen Freundeskreises Neuwied e.V.

am 29.10.2020, 18.00 – 19.20 Uhr

im Gemeindehaus der Marktkirchengemeinde Neuwied 

 

Versammlungsleitung: Werner Zupp
Protokoll: Birgit Bayer

 

Es waren 14 stimmberechtigte Mitglieder anwesend

 

Mit der Begrüßung der anwesenden Mitglieder eröffnete der Vorsitzende Werner Zupp die Sitzung und stellte die satzungsgemäße, form- und fristgerechte Einladung zur Versammlung fest.

Die mit der Einladung versendete Tagesordnung (s. Anlage 1) wurde von der Versammlung ohne Änderungen wie folgt einstimmig beschlossen:

TOP 1:        Geschäftsbericht des Vorsitzenden

TOP 2:        Kassenbericht der Kassenwartin

TOP 3:        Bericht der Rechnungsprüfer

TOP 4:        Wahl eines Versammlungsleiters / einer Versammlungsleiterin

TOP 5:        Diskussion der Berichte

TOP 6:        Entlastung des Vorstands

TOP 7:        Wichtige (Finanz-)Beschlüsse

 

Vor seinem Geschäftsbericht bat Herr Zupp die Anwesenden, gemeinsam der verstorbenen Mitglieder zu gedenken. Er betonte besonders den großen Verlust des langjährigen und aktiven Vorstandskollegen Gerd Anhäuser, der als ehemaliger Leiter des Stadtarchivs nicht zuletzt für die Stolpersteinforschung von Rolf Wüst eine wichtige Stütze gewesen sei.

 

Das gesamte Protokoll der Mitgliederversammlung 2020 lesen

Mitgliederversammlung 2019

PROTOKOLL

der Mitgliederversammlung
des Deutsch-Israelischen Freundeskreises Neuwied e.V.

am 06.05.2019, 18.30 – 21.00 Uhr

im Gemeindehaus der Marktkirchengemeinde Neuwied 

 

Versammlungsleitung: Werner Zupp (TOP 1 - 4 und 8 -12)
  Werner Hammes (TOP 5 - 7)
Protokoll: Birgit Bayer

 

Es waren 22 stimmberechtigte Mitglieder und 5 Gäste anwesend

 

Mit der Begrüßung der anwesenden Mitglieder und Gäste eröffnete der Vorsitzende Werner Zupp die Sitzung und stellte die satzungsgemäße, form- und fristgerechte Einladung zur Versammlung fest.

Anschließend fragte der Vorsitzende nach Änderungswünschen für die Tagesordnung.

Folgende Änderungen/Ergänzungen zu der mit der Einladung (s. Anlage) versen-deten Tagesordnung wurden beantragt:

  • Hr. Hammes beantragte, den Bericht der Rechnungsprüfer (TOP 5) direkt an den Bericht der Kassenwartin anzuschließen.
  • Hr. Hammes beantragte den Beschluss über eine Spende an die Gedenkstätte Yad Vashem als zusätzlichen TOP 10: Kostenbeteiligung am Erweiterungsbau der Gedenkstätte Yad Vashem aufzunehmen.
  • Fr. Mertsch beantragte, die Ankündigung einer Mahnwache als TOP 11: Verschiedenes aufzunehmen.

Die Tagesordnung wurde von der Versammlung mit den Änderungen wie folgt einstimmig beschlossen:

TOP 1:        Geschäftsbericht des Vorsitzenden

TOP 2:        Kassenbericht der Kassenwartin

TOP 3:        Bericht der Rechnungsprüfer

TOP 4:        Diskussion der Berichte

TOP 5:        Wahl eines Versammlungsleiters / einer Versammlungsleiterin

TOP 6:        Entlastung des Vorstands

TOP 7:        Wahl des Vorstandes

TOP 7.1: Wahl des Vorsitzenden

TOP 7.2: Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden

TOP 7.3: Wahl der Schatzmeisterin

TOP 7.4: Wahl des/der Geschäftsführenden

TOP 7.5: Wahl der Beisitzenden

TOP 8:        Wahl zweier Rechnungsprüfer/-innen

TOP 9:        Antrag der IGS Johanna Loewenherz auf einen Zuschuss für Schülerbegegnungen

TOP 10:     Kostenbeteiligung am Erweiterungsbau der Holocaust-Erinnerungsstätte Yad Vashem

TOP 11:     Verschiedenes

TOP 12:     Vortrag von Dr. Josef Freise und Werner Zupp: Bericht einer Begegungsreise nach Drom Hasharon in Israel und in die Westbank

 

TOP 1: Geschäftsbericht des Vorsitzenden Herrn Zupp

Der Geschäftsbericht des Vorsitzenden umfasste den Zeitraum von der letzten Mitgliederversammlung am 17.05.18 bis zum Datum dieser Versammlung.

Herr Zupp sprach über die Entwicklung der Mitgliederzahlen und die Arbeit des Vorstandes. Danach berichtete er von den Feierlichkeiten zum 40- jährigen Vereinsjubiläum und weiteren Veranstaltungen. Außerdem thematisierte er die Partnerschaft mit Drom Hasharon, den Besuch dort und in der Westbank und verwies in diesem Zusammenhang auf den ausführlichen Bericht darüber unter TOP 12. Herr Zupp ging auf die Fortschritte im Stolperstein Projekt ein und freute sich über die Kontakte zu Familien ehemaliger jüd. Mitbürger, die nicht zu Letzt wegen der aktiven Stolpersteinhomepage zustande gekommen waren. Er kündigte die Neuwahlen des Vorstandes im weiteren Verlauf der Sitzung an und leitete mit seiner persönlichen Schlussbemerkung zum nächsten Tagesordnungspunkt über.

Die vollständige Rede des Vorsitzenden ist als Anlage beigefügt.
(siehe Geschäftsbericht und persönliche Schlussbemerkungen)

TOP 2: Kassenbericht der Kassenwartin

Frau Lopez erläuterte die Einnahmen und Ausgaben des Vereins.

TOP 3: Bericht der Rechnungsprüfer

Herr Hammes verlas den Bericht über die Kassenprüfung, die er gemeinsam mit Herrn Heintges am 02.05.19 vorgenommen hatte, dankte der Kassenführerin und beantragte ihre Entlastung.

 

 

TOP 4: Diskussion der Berichte

Auf Nachfrage zum Kassenbericht erläuterte Herr Zupp, dass die Eintrittsgelder von der Lesung Lizzi Dorons zur Deckung der Ausfallkosten für Raummiete und die Mitarbeit der Beschäftigten der Gemeinde bei der Jubiläumsveranstaltung an die Marktkirchengemeinde gegangen seien. Dies sei im Vorfeld durch den DIF-Vorstand so beschlossen worden, weil die Marktkirchengemeinde in der Regel die Räume großzügig für Sitzungen und Veranstaltungen des DIF kostenlos zur Verfügung stelle. Er als Pfarrer sei hierüber seiner Gemeinde ebenfalls Rechenschaft schuldig.

Herr Schultze berichtete, in der Synagogengasse sei regelmäßig das Mahnmal verbotenerweise von Lieferwagen zugeparkt, so dass man es nicht mehr wahrnehmen könne. Er habe sich an das Ordnungsamt gewendet, das jedoch nach Auskunft eines Mitarbeiters mit seinen Möglichkeiten der Lage nicht Herr werde. Der Mitarbeiter des Ordnungsamts habe die Sache an das Bauamt weitergeleitet, weil aus seiner Sicht nur bauliche Maßnahmen zur Beseitigung dieses Problems führen könnten. Herr Schultze bat darum, als DIF an den Oberbürgermeister und die Bauamtsleitung ein offizielles Schreiben zu richten, damit das Mahnmal einen würdigen Rahmen erhalte. Herr Hammes meinte, man könne eine Absperrung vorschlagen und zusätzlich den Oberbürgermeister um eine Anweisung an die zuständige Abteilung bitten, die Einhaltung des Parkverbotes zu kontrollieren.

TOP 5: Wahl eines Versammlungsleiters

Herr Hammes übernahm auf Beschluss der Versammlung die Leitung der Wahlversammlung und bat sogleich um die Entlastung des Vorstandes.

TOP 6: Entlastung des Vorstands

Die Versammlung stimmte dem Antrag auf Entlastung des Gesamtvorstandes mit 12 Stimmen ohne Gegenstimme zu, wobei sich die 10 betroffenen Vorstandsmitglieder enthielten.

TOP 7: Neuwahl des Vorstandes

Die folgenden Wahlen wurden auf einstimmigen Beschluss (22 Ja-Stimmen) der Versammlung per Akklamation durchgeführt.

Die im Folgenden dargestellten Abstimmungsergebnisse beruhen darauf, dass sich jeweils alle 22 anwesenden, stimmberechtigten Mitglieder an der Abstimmung beteiligt haben.

 

 

TOP 7.1: Wahl des Vorsitzenden

Vorgeschlagen für den Vorsitz wurde Herr Werner Zupp ohne Gegenkandidat.

Die Mitglieder bestätigten

Herrn Pfr. Werner Zupp

für weitere 2 Jahre im Amt des Vorsitzenden.

Abstimmungsergebnis:

Dafür: 21 Enthaltungen: 1 (Betroffener selbst) Dagegen: 0
     

Herr Zupp nahm die Wahl an und bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen.

TOP 7.2: Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden

Als stellvertretenden Vorsitzender kandidierte Herrn Walter Sefrin. Es gab keinen Gegenkandidaten.

Die Versammlung wählte

Herrn Walter Sefrin

zum stellvertretenden Vorsitzenden.

Abstimmungsergebnis:

Dafür: 20 Enthaltungen: 2 (Betroffener selbst) Dagegen: 0
     

Herr Sefrin nahm die Wahl an.

TOP 7.3: Wahl der Schatzmeisterin

Der Versammlungsleiter schlug als Schatzmeisterin Frau Brigitte Lopez vor. Weitere Vorschläge gab es nicht.

Frau Brigitte Lopez

wurde im Amt bestätigt und nahm die Wahl an.

Abstimmungsergebnis:

Dafür: 21 Enthaltungen: 1 (Betroffene selbst) Dagegen: 0
     

 

 

TOP 7.4: Wahl des/der Geschäftsführenden

Als Geschäftsführerin kandidierte Frau Birgit Bayer. Es gab keinen Gegenkandidaten. Die Versammlung wählte

Frau Birgit Bayer

zur Geschäftsführerin.

Abstimmungsergebnis:

Dafür: 21 Enthaltungen: 1 (Betroffene selbst) Dagegen: 0
     

Frau Bayer nahm die Wahl an.

TOP 7.5: Wahl der Beisitzenden

Für die Wiederwahl kandidierten:

Herr Gerd Anhäuser,

Frau Charlotte Fichtl-Hilgers, (Einverständnis lag vor)

Frau Inge Gütler,

Herr Dr. Hans-Georg Jungblut,

Frau Helga Kraus-Wihl, (Einverständnis lag vor)

Herr Christian Martin Schultze,

Herr Rolf Wüst.

Die Versammlung machte keine weiteren Vorschläge.

Die vorgeschlagenen Beisitzenden wurden jeweils einstimmig bei eigener Enthaltung gewählt.

Alle Beisitzenden nahmen die Wahl an. Die nicht anwesenden hatten ihre Zustimmung bereits vor der Versammlung erteilt.

Werner Hammes gab die Versammlungsleitung zurück an Werner Zupp.

TOP 8: Wahl zweier Rechnungsprüfer

Der Versammlungsleiter bat die geübten Rechnungsprüfer Werner Hammes und Gerd Heintges, diese Aufgabe für weitere 2 Jahre zur übernehmen. Beide erklärten sich bereit dazu, und wurden bei eigener Enthaltung einstimmig gewählt.

TOP 9: Antrag der IGS Johanna Loewenherz auf einen Zuschuss für Schülerbegegnungen

Für ihre Begegnungsarbeit mit der Partnerschule in Israel (Schüleraustausch) hatte die IGS den DIF um einen Zuschuss gebeten.

Die Versammlung beschloss einstimmig, der Schule einen Zuschuss in Höhe von 500,00 Euro zu bewilligen.

 

 

TOP 10: Kostenbeteiligung am Erweiterungsbau der Holocaust-Erinnerungs-stätte Yad Vashem

Auf Antrag von Herrn Hammes beschloss die Versammlung mit 20 Ja-Stimmen und 2 Gegenstimmen, sich mit einer Spende von 500,00 Euro an den Kosten von ca. 47 Millionen Euro für den Erweiterungsbau der Erinnerungsstätte, der zusätzlichen Raum für die Aufbewahrung, Forschung und Restaurierung schaffen soll, zu beteiligen.

TOP 11: Verschiedenes

Frau Mertsch gab die für Freitag, den 10. Mai um 18 Uhr am Heimathaus von Manfred Kirsch und Inge Rockenfeller geplante Mahnwache „Für Menschenwürde, Europa und Demokratie“ bekannt und warb bei den Anwesenden für rege Teilnahme. Es solle ein Zeichen gegen die Wahlkampfveranstaltung der AfD mit ihrem Bundesvorsitzenden Meuthen gesetzt werden.

TOP 12: Vortrag von Dr. Josef Freise und Werner Zupp

„Bericht einer Begegnungsreise nach Drom Hasharon in Israel und in die Westbank“

Inzwischen ca. 55 Gäste lauschten dem Bericht über die Kurzreise der fünfköpfigen Delegation aus Vorstandsmitgliedern des Deutsch-Israelischen Freundeskreises Neuwied (Werner Zupp und Inge Gütler) und der Lokalen Agenda Neuwied in der Zeit vom 25.-29. März dieses Jahres. Von Bethlehem aus hatte sie zunächst eine Fahrt in die Westbank und dort insbesondere in die kleine palästinensische Stadt Surif unternommen, um anschließend beim Antrittsbesuch bei der neuen Landrätin in Drom Hasharon den israelischen Freunden zu begegnen. Der Vortrag versuchte, die Reiseeindrücke aus den zwei sehr unterschiedlichen Lebenswelten wiederzugeben, und wagte eine vorsichtige Bewertung der gegenwärtigen Situation in Israel und Palästina, die zu einer angeregten Diskussion führte.

 

 

Einladungsschreiben:

 

einladung mitgliederversammlung2019

Geschäftsbericht des Vorsitzenden zur Mitgliederversammlung gehalten am 06. Mai 2019

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

liebe Mitglieder des Deutsch-Israelischen-Freundeskreises, liebe Gäste,

unsere letzte Mitgliederversammlung fand am 17. Mai 2018 statt. Das ist fast ein Jahr her, so dass sich mein heutiger Geschäftsbericht auf den Zeitraum ab die-sem Datum bezieht.

Top 1:

Mitgliederzahlen

Zum Deutsch-Israelischen-Freundeskreis Neuwied gehören derzeit 93 Mitglieder; gegenüber von vor einem Jahr ist das 1 Mitglied mehr. Ein Mitglied ist im vergangenen Jahr verstorben, es gab 2 Abmeldungen und drei Neueintritte.

Des verstorbenen Mitgliedes möchten wir jetzt gedenken und ich darf sie bitten, sich dazu von ihren Plätzen zu erheben:

Verstorben ist: Rolf K. Schlimm. In der hebräischen Bibel heißt es in der Weis-heit nach Jesus Sirach:

„Ein Leben es sei so gut, wie es wolle, währt nur eine kurze Zeit, aber ein guter Name bleibt ewiglich“.

Mehrfach habe ich in den vergangenen Monaten mit Menschen Gespräche dar-über geführt, wie die Zukunft unseres Partnerschaftsvereines aussieht, dessen Bestand ja nun auch einmal von den Mitgliedern, die zu ihm gehören, abhängig ist. Dabei stand oft die Frage im Raum, welches Interesse könnte es für Menschen geben, sich in dieser Arbeit zu engagieren oder sie zumindest durch eine Mitgliedschaft im DIF zu unterstützen. Die Schatten der Vergangenheit sind für viele nicht mehr zu erkennen, die Distanz zu dem, was in den Jahren zwischen 1933 und 1945 in Deutschland geschah und was in besonderer Weise das Verhältnis zwischen Israel und Deutschland prägte, wird immer größer. Worin aber könnte ein Interesse dann noch bestehen? Bei unseren Begegnungen vor einigen Wochen in Drom Hasharon und vor allem bei den Voten einiger Schülerinnen und Schüler bei unserem Besuch in der Ami Assaf Schule, ist mir noch einmal deutlich geworden wie sehr sich das heutige Verhältnis zwischen unseren beiden Staaten zumindest aus der Sicht der Jugendlichen verändert hat. Für die Jugendlichen geht es um internationale Kontakte, ein Kontakt nach Israel und umgekehrt nach Deutschland ist für die meisten erst einmal genauso, wie ein Kontakt zum Beispiel zu amerikanischen Austauschschülern. das Besondere des Verhältnisses zwischen unseren beiden Staaten steht da zunächst nicht im Vordergrund, sondern muss meist erst einmal aufgearbeitet bzw. sogar erarbeitet werden. Das heißt, wenn es unser Anliegen sein soll, junge Menschen oder jüngere Menschen für die Mitgliedschaft zu gewinnen, dann müssen wir dieses besonders bedenken.

Im letzten Jahr hatte ich davon berichtet, dass Menschen auch mit mir ins Gespräch gekommen sind, weil sie die politische Lage im Nahen Osten insgesamt mit großer Unruhe sehen, aber auch weil sie der zu beobachtende wachsende Antisemitismus in Deutschland beunruhigt. Beides sei für sie ein Grund, sich mit dem Verhältnis zu Israel auseinanderzusetzen und sich persönlich einen tieferen Einblick in die dortige Gesamtsituation zu verschaffen.

Top 2:

Zur Arbeit des Vorstandes

Seit der Mitgliederversammlung am 17. Mai 2018 haben 2 Sitzungen des Gesamtvorstandes des Deutsch Israelischen Freundeskreises und 7 Treffen innerhalb des geschäftsführenden Vorstandes in wechselnder Besetzung stattgefunden, bei denen es u.a. um die Planung und Vorbereitungen der Vorstandssitzungen, um verschiedene vorzubereitende Veranstaltungen und natürlich vor allem um die Vorbereitungen und die Durchführung des 40-jährigen Bestehens des Deutsch Israelischen Freundeskreises Neuwied im Jahr 2018 ging.

Top 3:

40-jähriges Jubiläum des Deutsch Israelischen Freundeskreises

Das Jahr 2018, war für den Deutsch-Israelischen-Freundeskreis Neuwied in jedem Fall von besonderer Bedeutung, weil es das vierzigjährige Bestehen des Vereins markierte. Vor 40 Jahren gründeten Männer und Frauen in Neuwied allen voran Robert Collet, ermutigt durch David Faran Frankfurter von der israelischen Botschaft, den Deutsch-Israelischen-Freundeskreis in Neuwied. Diese Vereinsgründung sollte gegen den entsetzlichen europaweiten Holocaust eine versöhnliche Freundschaft mit Israel setzen, so zumindest verfassten es die Gründungsväter damals. So nahmen wir also das Jahr 2018 zum Anlass mit einem kleinen Festakt und mit verschiedenen anderen Veranstaltungen an dieses Jubiläum und an die Arbeit des Vereines zu erinnern. Am Montag, dem 13. August gab es eine kleine Feierstunde hier in den Räumen des Gemeindehauses an der Marktkirche, in der ich als Vorsitzender, aber auch der Oberbürgermeister an die Geschichte des Deutsch-Israelischen-Freundeskreises erinnerten. Zu einem Festvortrag hatten wir Micha Brumlik aus Berlin gewinnen können. Er war Professor am Fachbereich für Erziehungswissenschaften, Religionswissenschaften und Politik an der Universität Frankfurt. Als ausgewiesener Fachmann für die israelisch palästinensische Problematik hielt er einen Vortag unter dem Thema: „Der jüdische Staat. Eine geschichtsphilosophische Betrachtung“. Im Rahmen dieser Veranstaltung eröffneten wir dann gleichzeitig noch eine Ausstellung unter dem Titel „Jüdische Lebenswelten in Deutschland heute“. In dieser Ausstellung geht es um das bessere Verstehen und Kennenlernen des Judentums heute auch im Blick auf den wachsenden Antisemitismus und das gerade auch unter Menschen mit Migrationshintergrund. Deshalb war es sehr gut, dass mit Frau Dilorom Jacka, die Beauftragte für Flüchtlingsarbeit der Stadt Neuwied, an der Durchführung der Ausstellung beteiligt war.

Top 4:

Weitere Veranstaltungen im Jahr 2019

Am 09. Nov. fand wie in jedem Jahr so auch 2018, das Gedenken an die Opfer des Holocaust in der Synagogengasse statt. Wie in all den Jahren zuvor, waren viele zum Gedenken gekommen, insbesondere auch viele Schülerinnen und Schüler, deren Lehrer und Lehrerinnen es inzwischen als eine wichtige Aufgabe ansehen, mit den Jugendlichen dieses Gedenken zu besuchen. Schülerinnen und Schüler des Werner Heisenberg Gymnasiums trugen in dieser Gedenkstunde dann ausgewählte Texte vor. Daneben kamen natürlich auch viele andere Besucher, die am Gedenken teilnahmen. Diejenigen, die noch selbst diese Ereignisse damals in Neuwied oder anderswo als Kinder und Jugendliche erlebt haben, sind nur noch in ganz kleiner Anzahl dabei. In wenigen Jahren, das müssen wir bedenken, wird es keine Augenzeugen mehr geben. Umso wichtiger wird es sein, dieses Gedenken, wenn die Zeitzeugen zukünftig fehlen, in dieser Form wachzuhalten.

Zwei Tage später, nämlich am Sonntag, dem 11. November 2018 fand wieder der ökumenische Bußgottesdienst zum Gedenken an den 09. November in der Neuwieder Marktkirche statt, an dem neben Kantor Jürgen Ries von der Jüdischen Gemeinde Mittelrhein auch die Kath Pfarrgemeinde St. Matthias mit Herrn Pfarrer Darscheid, so wie die Herrnhuter Brüdergemeine mit Pfarrerin Karen Wilson an der Liturgie beteiligt waren. Der Gottesdienst stand unter dem Leitwort „Wünscht Jerusalem Glück – Friede möge in seinen Mauern sein“, einem Zitat aus dem 122. Psalm. Ich finde es wichtig, dass wir diesen Gedenkgottesdienst jetzt schon seit vielen Jahren in ökumenischer Gemeinschaft feiern und hoffe, dass wir diese Tradition noch einige Jahre fortführen können. Einen beonderen Dank möchte ich an dieser Stelle Jürgen Ries zukommen lassen, der in all den Jahren bereit war, an einem solchen Gottesdienst in so ergreifender Weise, wie er es tut, mitzuwirken.

Ebenfalls am Sonntag, dem 11. Nov. fand in der St. Matthiaskirche ein bewegendes Konzert statt. Unter dem Motto „Schalom – Kirche trifft Synagoge“ brachten die beiden Künstler Semjon Kalinowsky (Viola) und Paul Kayser an der Orgel jüdische und christlich sakrale Musik zur Aufführung. In diesem inter-religiösen Dialog waren bekannte Klassiker von Max Bruch, Ernst Bloch, Louis Lewandowski und in Vergessenheit geratene Werke von Friedrich Gensheim zu hören.

Zwei Tag später am 14. Nov. lud der Deutsch-Israelische-Freundeskreis zu einer Autorenlesung mit Lizzie Doron ein. Die Autorin, die schon einmal 2012 bei uns zu Gast war, stellte an diesem Abend ihr neues Buch „Sweet Occupation“ vor. Rolf Wüst las ausgewählte Abschnitte aus ihrem Buch vor und wir hatten die Möglichkeit im Anschluss mit der Autorin zu diskutieren. In „Sweet Occupation“ erzählen drei als Terroristen verurteilte Palästinenser und zwei Israelis, die den Dienst an der Waffe verweigert haben, der Autorin ihr Leben. Ein eindrücklicher Abend für die vielen Besucher, geht es doch in diesem Buch um den bewegenden Versuch über die Mitmenschlichkeit die Grenzen von Hass und Feindschaft zwischen Israelis und Palästinensern zu überwinden

Top 5:

Die Partnerschaft mit Drom Hasharon

Vom 25. – 29. März dieses Jahres waren Inge Gütler und ich im Rahmen einer kurzen Begegnungsreise in unserer Partnerregion in Drom Hasharon. Was schonlange geplant war und immer wieder verschoben wurde, konnten wir in diesem Jahr endlich in die Tat umsetzen. Zustande gekommen war die Reise, weil wir diese gleichzeitg nutzten, um mit Mitgliedern der lokalen Agenda Neuwied ge-meinsam in Israel zwei Besuche zu tätigen. So unternahmen wir von Bethlehem aus zunächst einen Besuch in der Westbank und dort insbesondere in der kleinen Stadt Surif, um anschließend dann von unseren israelischen Freunden in Drom Hasharon empfangen zu werden.

Im Anschluss an unsere Mitgliederversammlung heute werden Mitglieder der Agenda, so wie Inge Gütler und ich über diese Reise und unsere Einschätzung berichten. Vielleicht nur so viel dazu: Im Vorfeld gab es um diese Reise ja auch einiges an Diskussionen, ob es u.a. gut ist, den Besuch in Drom Hasharon und den Besuch in Surif so nahe beieinander zu halten und was die israelischen Freunde davon halten, wenn wir gleichzeitig einen Besuch in der Westbank machen. Ein Fazit kann ich schon einmal vorweg ziehen: Für uns als Deutsche wird es wichtig sein, beide Seiten kennen und verstehen zu lernen, was nichts von unserer Solidarität und der Freundschaft zu Israel nimmt.

In Drom Hasharon jedenfalls wurden wir aufs Herzlichste begrüßt und man bot uns an einem Tag ein intensives Besuchs- und Kennenlernprogramm an. Höhepunkt war sicherlich der persönliche Empfang bei der neuen Landrätin der Re-gion Drom Hasharon Oschrat Goni Gonem, die uns mit der Delegation zu einem Abendessen in ihr Privathaus einlud und zusätzlich zu diesem Abend Morti Delgio und andere in der Verwaltung Tätige dazu lud, so dass wir einander kennenlernen konnten. Ein bewegender und sehr persönlicher Abend, an dem wir auch noch einmal mehr im Auftrag unseres Oberbürgermeisters Jan Einig die Einladung nach Neuwied aussprachen.

 

Top 6:

Stolperstein Projekt

Die im Bericht des vergangenen Jahres noch angezeigte und noch nicht ausgeführte Verlegung von sieben Stolpersteinen im Stadtteil Oberbieber hat am 4. Juni 2018 inzwischen stattgefunden.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten, ja bis hin zu Protesten zur Verlegung von Stolpersteinen in der Verbandsgemeinde Puderbach konnte im vergangenen Jahr auf Betreiben von Rolf Wüst nun auch dort die Verlegung von Stolpersteinen stattfinden. Die Verlegung in Puderbach fand am 15. Dezember 2018 statt.

Im Zusammenhang mit den Stolpersteinen hielt Rolf Wüst im vergangenen Jahr zwei Vorträge: einen am 13. August 2018 unter der Themenstellung "Zeugnisse jüdischen Lebens in Neuwied" im Café Auszeit, dies war ein nachgeholter Vortrag, und einen weiteren Vortrag am 26. Sept. 2018 in der VHS.

Top 7:

Kontakte zu jüdischen Familien

Mehrfach hat es auch im vergangenen Jahr des Berichtszeitraumes wieder Be-gegnungen und Kontakte zu jüdischen Familien gegeben, deren Vorfahren einst in Neuwied lebten. So besuchte am 29. Mai 2018 Dennis Aron aus Iowa in USA zum wiederholten Male Neuwied und das Archiv Rommersdorf.

Die Großfamilie Eschenheimer, ehemals aus Oberbieber stammend und jetzt in Israel und den USA lebend, besuchte Neuwied. Am 24.1.2019 erhielt Rolf Wüst Bilder von 1929 von dem ehemaligen jüdischen Mitbürger Rolf Kronenthal aus der Engerser Str., die unterschiedliche Motive hatten, und die er versuchte zu identifizieren. Unter anderem waren auf den Aquarellen Bauernhöfe zu sehen. Hierzu erschien auch ein Artikel in der Rhein-Zeitung mit der Bitte um Identifizierung der Bilder.

 

Und am 12.3.2019 war Prof. Michael Noll, ein ehemaliger Neuwieder, jetzt Prof. in Georgia in den USA, der u.a. in Erinnerungsarbeit tätig ist, wegen des Stolperstein Projekts in Neuwied.

Top 8:

Personalien

Heute werden wir gleich im Anschluss den Vorstand neu wählen müssen. Ich gehe mal davon aus, obgleich sich nicht alle bei mir eindeutig gemeldet und mir eine Rückmeldung diesbezüglich gegeben haben, dass sie alle bisherigen Vorstandsmitglieder auch weiterhin im Vorstand verbleiben. Ich zumindest stehe weiterhin für die Aufgabe des Vorsitzenden zur Verfügung. Eine Veränderung darf ich heute aber dann doch mitteilen und die ist erfreulich. Nachdem ja nun seit einiger Zeit die Stelle des Geschäftsführers/ der Geschäftsführerin vakant war, hat sich unsere ehemalige Geschäftsführerin Frau Birgit Bayer nun doch entschlossen, die Aufgabe offiziell wieder aufzunehmen. Eigentlich hatte sie die Aufgabe ja nur offiziell abgegeben und trotzdem im Hintergrund weitergewirkt. Sie wird es in Zukunft auch weiter tun und ist damit auch wieder, wenn wir sie gleich wählen, die neue und alte Geschäftsführerin unseres Vereins.

Persönliche Schlussbemerkungen

Auf längere Schlussbemerkungen wie ich dies sonst getan habe, möchte ich heute verzichten, da wir gleich im Anschluss an die Mitgliederversammlung ja von unserer Reise nach Drom Hasharon und Surif berichten werden und die von mir schon mehrfach eingebrachte Thematik des Friedens im Nahen Osten und des Verhältnisses zwischen Israelis und Palästinensern in diesem Vortrag ein Thema sein wird.

Die Arbeit eines Freundeskreises, der sich solidarisch zu einem Land stellen soll, mit dem er eine Partnerschaft pflegt, ist auch im vergangenen Jahr nichtleichter geworden. Ich wiederhole mich da in meinen Rechenschaftsberichten der letzten Jahre. Es hat sich auch im letzten Jahr der Eindruck verfestigt, dass Ministerpräsident Netanjahu sich immer stärker und immer mehr der destruktiven Politik des US Präsident Donald Trump anschließt. Ein weiterer Baustein in dieser Richtung war sicherlich die Ankündigung der Eröffnung der amerikanischen Botschaft in Jerusalem oder auch die Frage der Festschreibung der Golan Höhen als anerkanntes Staatsgebiet Israels.

Als Freunde Israels wird damit unsere Haltung zur israelischen Regierung nicht einfacher, sondern immer komplizierter, ja widersprüchlicher. Der Siedlungspolitik Netanjahus stehe ich schon seit langem kritisch gegenüber, weil sie die einzige Chance für einen relativen Frieden - nämlich die zwei Staatenlösung - zunehmend unmöglich macht. Zusammen mit Trump gefährdet Netanjahu so nun schon Jahr um Jahr mehr das labile Gleichgewicht im Nahen Osten. Das könnte zu einem gefährlichen Konflikt - wenn nicht sogar zu einem Krieg führen, dessen Folgen nicht absehbar sind und der weit gefährlicher und zerstörerischer werden könnte als die bisherigen kriegerischen Auseinandersetzungen in der Region. Uns treibt die Sorge um, dass diese Politik Netanjahus sogar den Status Israels in der Region gefährden kann.

Nichtsdestotrotz berührt diese unsere kritische, ablehnende Haltung der gegenwärtigen Regierungspolitik gegenüber nicht unsere Sympathie und unser Eintreten für die Existenz des Staates Israel und das Wohlergehen seines Volkes.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!

 

Mitgliederversammlung 2018

PROTOKOLL

der Mitgliederversammlung
des Deutsch-Israelischen Freundeskreises Neuwied e.V.

am 17.05.2018, 18.00 – 20.30 Uhr

im Gemeindehaus der Marktkirchengemeinde Neuwied 

 

Versammlungsleitung: Werner Zupp (TOP 1 - 4 und 7)
  Heribert Welter (TOP 5 - 6)
Protokoll: Birgit Bayer

 

Es waren 17 stimmberechtigte Mitglieder und 2 Gäste anwesend

Die Anwesenheitslisten sind als Anlage 2 beigefügt.

 


 

Mit der Begrüßung der anwesenden Mitglieder und Gäste eröffnete der Vorsitzende Werner Zupp die Sitzung und stellte die satzungsgemäße, form- und fristgerechte Einladung zur Versammlung fest.

Anschließend fragte der Vorsitzende nach Änderungswünschen für die Tagesordnung.

Die mit der Einladung versendete Tagesordnung (s. Anlage) wurde ohne Änderungen wie folgt einstimmig beschlossen:

TOP 1:          Geschäftsbericht des Vorsitzenden

TOP 2:          Kassenbericht der Kassenwartin

TOP 3:          Diskussion der Berichte

TOP 4:          Wahl eines Versammlungsleiters / einer Versammlungsleiterin

TOP 5:          Bericht der Rechnungsprüfer

TOP 6:          Entlastung des Vorstands

TOP 7:          Wahl zweier Rechnungsprüfer

 

TOP 1: Geschäftsbericht des Vorsitzenden Herrn Zupp

Der Geschäftsbericht des Vorsitzenden umfasste den Zeitraum von der letzten Mitgliederversammlung am 18.05.17 bis zum Datum dieser Versammlung.

Herr Zupp sprach über die Entwicklung der Mitgliederzahlen und die Arbeit des Vorstandes. In seinem Bericht von den Veranstaltungen ging er besonders auf die bewegende Begegnung mit der Delegation aus Israel ein, die anlässlich des 30-jährigen Partnerschaftsjubiläums mit Drom Hasharon in Neuwied zu Gast war. Anschließend kündigte er die geplanten Veranstaltungen und Feierlichkeiten zum 40-jährigen Vereinsjubiläum des DIF an. Außerdem thematisierte er die Partnerschaft mit Drom Hasharon, die durch den intensiven Austausch während des Besuchs der Freunde aus Israel nach dem schwierigen Verhältnis der letzten Jahre wieder bekräftigt wurde. Herr Zupp ging auf die Fortschritte im Stolperstein Projekt ein und freute sich über die zahlreichen Kontakte zu Familien ehemaliger jüd. Mitbürger und deren Besuch in Neuwied. Er bedankte sich ausdrücklich bei Rolf Wüst, der die Besucher jedesmal begleitet hatte, und informierte darüber, dass dieser für sein großes ehrenamtliches Engagement mit der Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet worden sei. Dazu gratulierte er Rolf Wüst herzlichst. Mit seiner persönlichen Schlussbemerkung leitete Werner Zupp zum nächsten Tagesordnungs-punkt über.

Die vollständige Rede des Vorsitzenden ist als Anlage beigefügt.

TOP 2: Kassenbericht der Kassenwartin

Frau Lopez erläuterte die Einnahmen und Ausgaben des Vereins.

TOP 3: Diskussion der Berichte

Herr Hammes kritisierte, dass bei den Feierlichkeiten zum Partnerschaftsjubiläum nur ein kleiner Kreis eingeladen war und weder die Mitglieder des DIF noch die Bürgerschaft die Möglichkeit zur Teilnahme hatten. Er wünschte sich, die Lebendigkeit der Mitgliedschaft mehr einzubinden und zu würdigen. Außerdem schlug er vor, bei den Veranstaltungen zukünftig auch die Matthiaskirche stärker als Ort mit einzubinden.

Herr   Spix   empörte    sich   über    antisemitische   Schmierereien   im     Stadtgebiet,

die allerdings    inzwischen,   nach   einem    Schreiben   von    Manfred    Kirsch     an

den Oberbürgermeister entfernt worden seien. Man war sich einig, dass den Tätern kein öffentliches Forum durch Berichterstattungen in der Presse gegeben werden solle.

Weiterhin wurde nach der Kostenbeteiligung der Stadt bei den Gedenkveran-staltungen zum 9. Nov. gefragt. Herr Zupp stellte klar, dass die Stadt regelmäßig einen Teil der Kosten übernehme (Transporte, Stromkosten) und wies darauf hin, dass Birgit Bayer nach wie vor die Büroarbeiten in ihrer Dienstzeit verrichten könne und die damit verbundenen Kosten auch zu Lasten der Stadt gingen.

TOP 4: Wahl eines Versammlungsleiters

Herr Welter übernahm die Leitung der Wahlversammlung und leitete zum Bericht der Rechnungsprüfer über.

TOP 5: Bericht der Rechnungsprüfer

Herr Hammes verlas den Bericht über die Kassenprüfung, die er gemeinsam mit Herrn Heintges am 03.05.18 vorgenommen hatte, dankte der Kassenführerin und beantragte ihre Entlastung.

TOP 6: Entlastung des Vorstands

Die Versammlung stimmte dem Antrag des Versammlungsleiters auf Entlastung des Gesamtvorstandes ohne Gegenstimme zu.

Herr Zupp übernahm wieder Leitung und rief den nächsten Tagesordnungspunkt auf.

TOP 7: Wahl zweier Rechnungsprüfer/-innen

Der Versammlungsleiter schlug vor, Werner Hammes und Gerd Heintges weiterhin mit dieser Aufgabe zu betrauen. Beide erklärten sich bereit dazu, und wurden bei eigener Enthaltung einstimmig gewählt.

Werner Zupp dankte den Anwesenden und schloss damit die Versammlung. 

 

 

Einladungsschreiben:

einladung mitgliederversammlung2018 S1

einladung mitgliederversammlung2018 S2

Geschäftsbericht des Vorsitzenden zur Mitgliederversammlung gehalten am 17. Mai 2018

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

liebe Mitglieder des Deutsch-Israelischen-Freundeskreises, liebe Gäste,

unsere letzte Mitgliederversammlung fand am 18. Mai 2017 statt. Das ist fast ganz ein Jahr her, so dass sich mein heutiger Geschäftsbericht auf den Zeitraum ab diesem Datum bezieht.

Top 1:

Mitgliederzahlen

Zum Deutsch-Israelischen-Freundeskreis Neuwied gehören derzeit 92 Mitglieder; gegenüber von vor einem Jahr sind das 11 Mitglieder weniger. Drei Mit-glieder sind im vergangenen Jahr verstorben, es gab 5 Abmeldungen und einen Neueintritt.

Der verstorbenen Mitglieder möchten wir jetzt gedenken und ich darf Sie bitten, sich dazu von Ihren Plätzen zu erheben: Karl-Heinz Windheuser, Nikolaus Roth, Günter Gruehn. Rolf K. Schlimm, Urbach, Hans Racky und Beatrix Peters. In der hebräischen Bibel heißt in der Weisheit nach Jesus Sirach:

„Ein Leben es sei so gut, wie es wolle, währt nur eine kurze Zeit, aber ein guter Name bleibt ewiglich“.

Vor wenigen Tagen hatte ich ein Telefonat, in dem jemand sein Interesse für einen Beitritt zum Deutsch-Israelischen Freundeskreis bekundete. Das Interesse an unserer Arbeit bekundete die Anruferin mit der politischen Lage im Nahen Osten, die immer schwieriger werde, aber auch mit zu beobachtendem wachsenden Antisemitismus in Deutschland. Beides sei für sie ein Grund, sich mit dem Verhältnis zu Israel auseinanderzusetzen und sich persönlich einen tieferen Einblick in die dortige Gesamtsituation zu verschaffen. Wenn das ggf. mit einem Beitritt zum DIF verbunden wäre, dann wünschte ich mir übrigens mehr solcher Gespräche und daraus sich ergebende Beitritte. Denn das sehe ich genau als unsere Aufgabe an. Nämlich nicht nur eine einseitige Parteinahme für Israel ohne Kritik, sondern den Blick für die gesamt Situation im Nahen Osten unter Berücksichtigung des Existenzrechtes für Israel und einer kritischen Solidarität un-sererseits. (Ich komme übrigens zu diesem Thema noch einmal an einer späteren Stelle.)

 

Top 2:

Zur Arbeit des Vorstandes

Seit der Mitgliederversammlung am 18. Mai 2017 haben 2 Sitzungen des Ge-samtvorstandes des Deutsch Israelischen Freundeskreises und 5 Treffen inner-halb des geschäftsführenden Vorstandes stattgefunden, bei denen es u.a. um die Planung und Vorbereitungen der Vorstandssitzungen, um verschiedene vorzube-reitende Veranstaltungen ging. Intensiv und darüber werde ich später berichten, ging es auch um die Planungen zum 40-jährigen Bestehen des Deutsch-Israeli-schen Freundeskreises Neuwied im Jahr 2018

Top 3:

Veranstaltungen im vergangenen Jahr

Am 09. Nov. fand wie in jedem Jahr so auch 2017, das Gedenken an die Opfer des Holocaust in der Synagogengasse statt. Wie in all den Jahren zuvor, waren viele zum Gedenken gekommen, insbesondere auch viele Schülerinnen und Schüler, deren Lehrer und Lehrerinnen es inzwischen als eine wichtige Aufgabe ansehen mit den Jugendlichen dieses Gedenken zu besuchen. Schülerinnen und Schüler der Ludwig Erhard Schule trugen in dieser Gedenkstunde dann ausgewählte Texte vor. Daneben kamen natürlich auch viele andere Besucher, die am Gedenken teilnahmen. Diejenigen, die noch selbst diese Ereignisse damals in Neuwied oder anderswo als Kinder und Jugendliche erlebt haben, gibt es als Teilnehmer an diesem Vormittag nur noch in ganz geringer Anzahl. In wenigen Jahren wird es keine Augenzeugen mehr geben. Umso wichtiger wird es sein, dieses Gedenken, wenn die Zeitzeugen zukünftig fehlen, in dieser Form wachzuhalten.

Schon vier Tage zuvor, nämlich am Sonntag, dem 05. November 2017 fand ein ökumenischer Bußgottesdienst zum Gedenken an den 09. Nov. in der Neuwieder Marktkirche statt, an dem neben Kantor Jürgen Ries von der Jüdischen Gemeinde Mittelrhein auch die Kath Pfarrgemeinde St. Matthias mit Herrn Pfarrer Darscheid, so wie die Herrnhuter Brüdergemeine mit Pfarrerin Karen Wilson an der Liturgie beteiligt waren. Der Gottesdienst stand unter dem Leitwort Von Gott, der Toten ihre Gräber öffnet. Die Predigt nahm Bezug auf einen Text aus dem Propheten Ezechiel, in dem schon im Alten Testament von der Auferstehung die Rede ist. Diesen Gottesdienst als Hauptgottesdienst am Sonntagmorgen in ökumenischer Gemeinschaft zu feiern, hat sich, auch wenn der 9. Nov. auf einen anderen Wochentag fällt, in den letzten 5 Jahren bewährt. Im vergangenen Jahr waren dann zum ersten Mal bei einem solchen Gottesdienst Israelis dabei. Die Delegation aus Drom Hasharon, die in der Zeit vom 03. bis 07. Nov. in Neuwied zu Besuch war, nahm an diesem Gottesdienst im Rahmen ihres Besuchsprogrammes teil. Die Gäste waren zutiefst beeindruckt von dem Gedenkgottes-dienst. Eine solche Gedenkkultur in Deutschland und darüber hinaus in unseren Kirchen zu finden, war für sie nicht im Bewusstsein und hätten sie so nicht er-wartet. Zu Tränen gerührt, verließen sie den Gottesdienst, der so denke ich, doch noch lange in ihnen nachwirkte

Einen Tag später am 5. Nov. lud der Deutsch-Israelische Freundeskreis zu einer Lesung zusammen mit der Marktkirche ins Café Auszeit ein. Herbert Kutscher aus Oberbieber las Gedichte der 18-jährigen Selma Meerbaum Eisinger. Selma Meerbaum Eisinger schrieb in ihrer kurzen Lebenszeit 58 Gedichte, die unter dem Titel Blütenlese veröffentlich wurden. Sie verstarb am 16. Dezember 1942 an Fleckfieber im Arbeitslager Michailowka am Bug, in das sie zuvor im Juni 1942 mit ihren Eltern deportiert worden war. Begleitet wurde Herbert Kutscher an diesem Abend von Georg Brinkmann aus Bonn, der mit seiner Klarinette die Lesung mit Klezmermusik umrahmte. Ein eindrücklicher Abend für die vielen Besucher.

Ein für den 13. Nov. angekündigter Vortrag von Rolf Wüst unter dem Thema „Zeugnisse jüdischen Lebens und Leidens in Neuwied“, musste aus gesundheitlichen Gründen abgesagt werden, konnte aber inzwischen doch stattfinden. In seinem Vortrag berichtete Rolf Wüst mit Hilfe der Stolperstein Webseite über die Anfänge der jüdischen Gemeinde in Neuwied und Etappen der Geschichte der Neuwieder Synagoge. Im zweiten Teil seines Vortrages stellte er dann exemplarisch die Schicksale zweier jüdischer Familien vor, nämlich der Familie Fritz Cremer aus Neuwied und der Schaustellerfamilie Meyer aus Heddesdorf. Die aufgestellten Stühle an diesem Abend reichten nicht aus um allen Besuchern Platz zu bieten.

Top 4:

Planungen zum 40-jährigen Jubiläum des Deutsch-Israelischen Freundes-kreises 2018

Vor 40 Jahren gründeten Frauen und Männer in Neuwied, allen voran Robert Collet, ermutigt durch David-Faran Frankfurter von der israelischen Botschaft den Deutsch Israelischen Freundeskreis Neuwied mit dem Ziel einer schrittweisen Aussöhnung mit Israel. Dies mündete in die Partnerschaft zwischen der Stadt Neuwied und der israelischen Region Drom Hasharon, deren 30-jähriges Jubiläum, wie eben erwähnt, wir im vergangenen Jahr feiern konnten. Bewusst haben wir uns im Vorstand nun dafür entschieden, den Rahmen des 40-jährigen Jubiläums in diesem Jahr klein abzustecken.

Am Montag, dem 13. August soll es eine kleine Feierstunde hier in den Räumen des Gemeindehauses an der Marktkirche geben. Micha Brumlik aus Berlin, er war Professor am Fachbereich für Erziehungswissenschaften, Religionswissenschaften und Politik an der Universität Frankfurt, konnten wir als ausgewiesenen Fachmann für die israelisch-palästinensische Problematik gewinnen. Er wird einen Vortag mit dem Thema: „Der jüdische Staat. Eine geschichtsphilosophische Betrachtung.“ halten.

Zu Beginn des kleinen Festabends soll eine Ausstellung eröffnet werden, die den Titel trägt „Jüdische Lebenswelten in Deutschland heute“. In ihr geht es um das bessere Verstehen und Kennenlernen des Judentums heute auch im Blick auf den wachsenden Antisemitismus unter Menschen mit Migrationshintergrund. Mit Dilorom Jacka, der Beauftragten für Flüchtlingsarbeit der Stadt Neuwied, haben wir überlegt, eventuell auch noch eine Stadtführung zum Thema „Jüdisches Leben in Neuwied damals“ zu machen und ggf. noch einen Filmnachmittag anzuschließen. Soweit erst einmal die Planungen dazu.

Top 5:

Die Partnerschaft mit Drom Hasharon

Habe ich im vergangenen Jahr noch zu Beginn dieses Berichtabschnittes die Frage gestellt: Was wird aus der Partnerschaft mit Drom Hasharon, so kann ich in diesem Jahr zumindest für meinen Teil von einer meines Erachtens intensiven Begegnung mit den Freunden aus Drom Hasharon berichten. Vom 3. bis 7. Nov. war eine Delegation von 9 Personen unter der Leitung von Morti Delgio hier bei uns in Neuwied. Es war sozusagen der Gegenbesuch zu der vor zwei Jahren, noch unter Leitung von Oberbürgermeister Nikolaus Roth, stattgefundenen Reise, die ebenfalls im Zusammenhang mit den stattfindenden Feierlichkeiten zum 30-jährigen Jubiläum der Partnerschaft stand.

Gleich zu Beginn möchte ich meinen Dank an Oberbürgermeister Jan Einig und seine MitarbeiterInnen aussprechen, die nicht nur mit großen Engagement den Besuch vorbereiteten und durchführten, sondern die auch mich als Vorsitzenden des DIF von Anbeginn in die Planungen dieses Aufenthaltes der Israelis mit einbanden. Das gab mir die Chance, eine große Anzahl an Begegnungen mit unseren Freunden aus Drom Hasharon zu haben und auch das ein oder andere persönliche Gespräch zu führen.

Zum Programm des Besuches gehörten u.a. ein Kennenlernabend gleich zu Beginn in der städtischen Galerie Mennonitenkirche, an dem in Vertretung für mich der Stellvertretende Vorsitzende teilnahm, eine jüdische Stadtführung durch Neuwied, ein Konzertabend in der Villa Musica mit einem Konzert „Musik in der Synagoge“ .Es gab einen Besuch im Zoo, eine Weinprobe in Leutesdorf und nach dem Gottesdienst am Sonntag eine Fahrt zur Apollinariskirche in

 

Remagen und eine Besichtigung der Henry Moore Ausstellung im ARP Museum.

Den Abschluss stellte ein Festabend im Heimathaus dar, welcher der offizielle Festakt von deutscher Seite zum Jubiläum war. Bei einem Großteil des Programms war ich dabei, so dass sich immer wieder auch Gesprächsgelegenheiten ergaben. In einem abschließenden Gespräch beteuerten die Freunde aus Israel noch einmal ihre Absicht, an der Partnerschaft zu Neuwied festzuhalten.

In diesem Jahr ist auch wieder eine Schülerbegegnung geplant. Schüler der IGS Johanna Loewenherz werden nach Israel reisen. Der Termin ist jetzt im Sommer 2018.

Top 6:

Stolperstein Projekt

Zum Thema „Stolperstein Projekt“ lässt sich kurz anmerken, dass im vergangenen Berichtszeitraum keine Steine verlegt worden sind: derzeit gibt es noch 7 Stolpersteine, die bereit liegen und die im Stadtteil Oberbieber verlegt werden sollen. Dazu gibt es aber noch keinen Termin. Ich denke aber, dass dies noch in diesem Jahr geschehen wird.

Weiterhin gibt es ein hohes ungebrochenes Interesse an der Stolperstein-Webseite. Zahlen über den Zugriff auf diese Seite haben wir in diesem Jahr für den Bericht nicht vorbereitet. Es ist wie ich es im letzten Jahr schon anmerkte bemerkenswert, dass über diese Webseite ein umfassender und weltweiter Gedanken- und Informationsaustausch mit Nachkommen und Wissenschaftlern begonnen hat, bei dem ich davon ausgehe, dass dies in den nächsten Jahren noch zunehmen wird. Mit dieser Webseite, und da wiederhole ich mich in meinen Ausführungen zum letzten Jahr, ist ein Kompendium der NS-Opfer entstanden, das seines gleichen sucht, das aber auch eine ständige Erweiterung und Korrektur erfährt.

Ausgehend von diesem Projekt wird Rolf Wüst auch immer wieder zu Schülerprojekten eingeladen. So gab es u.a. am 28.9.17 einen Termin zum Thema Stolperstein-Projekt mit der Steuerfachklasse der Ludwig-Ehrhard-Schule als Vorbereitung der Gestaltung der Feierstunde zum 9.11.17. Gerade gestern fand eine Diskussion mit Schülerinnen und Schülern des Berufsbildungswerks Heimbach-Weis als Vorbereitung einer Stolperstein-Reinigungsaktion zum Abschluss eines Projektes über Nationalsozialismus und Judenverfolgung statt.

 

Top 7:

Kontakte zu jüdischen Familien

Mehrfach hat es auch im vergangenen Jahr des Berichtszeitraumes wieder Begegnungen und Kontakte zu jüdischen Familien gegeben, deren Vorfahren einst in Neuwied lebten. Am 24.6.17: besuchte Hilda Spanier mit ihrer Tochter Marilyn und dessen Ehemann aus New York City zum dritten Mal Neuwied. Ihre Vorfahren besaßen ein Schuhgeschäft am Luisenplatz. Ein weiterer Besuch war Lore Brenauer, geb. Moser, mit ihrer Nichte Lynette Polatin aus New York State. Ihre Familie stammte eigentlich aus Rengsdorf. Der Vater besaß ein kleines Juweliergeschäft in der Pfarrstraße. Sie war zum ersten Mal hier und vor ihrem Besuch sehr zögerlich, überhaupt nach Deutschland und auch nach Neuwied zu kommen. Ihre Freundin Hilda Spanier hatte sie dazu überredet. Beide, Hilda Spanier und Lore Brenauer, flohen damals als 9- und 10-jährige Mädchen mit ihren Eltern. Beeindruckt und getröstet kehrte vor allem Lore Brenauer in die USA zurück.

Am 20. Nov. 2017 besuchte Prof. Michael Levy aus Canberra in Australien Neuwied. Er ist ein Nachkomme der Familien Neckarsulmer und Hellwitz, die früher an der Ecke Mittelstraße / Engerserstraße lebten. Und am 12. Januar dieses Jahres besuchte Carol Moses, Verwandte von Lore Brenauer Rengsdorf, die eigentliche Heimat ihrer Familie und natürlich auch Neuwied.

Schließlich besuchte am 7.März 2018 Frau Prof. Elizabeth Heineman von der Iowa University / USA, sie stammt aus der Familie des Metzgers Kaufmann aus Irlich und besuchte Neuwied zum zweiten Mal. An dieser Stelle möchte ich mal einen großen Dank an Rolf Wüst aussprechen, der alle diese Gäste hier in Neu-wied begleitet und empfangen hat und sich jedes Mal viel Zeit für sie nahm.

Top 8:

Personalien

Ich denke zuallererst sollte erwähnt werden, dass unser langjähriger ehemaliger Vorsitzender, und zur Zeit Beisitzer Rolf Wüst, der sich mit großem Einsatz in den vergangenen Jahren um die Stolpersteine, die Verlegung derselben, vor allem aber um die Aufarbeitung der dazu gehörenden Familiengeschichten bemüht hat, am 14. März dieses Jahres in einer Feierstunde in der Aufsichtsbehörde in Koblenz mit der Verdienstmedaille des Landes Rheinland Pfalz ausgezeichnet wurde. Dazu möchten wir ihm noch einmal herzlich gratulieren und dir, Rolf, auch noch einmal unsere Anerkennung aussprechen, ich denke, es war nach so vielen Jahren großen Engagements wirklich an der Zeit, dass du eine solche Auszeichnung bekamst. Herzlichen Glückwunsch!

 

Eine Lösung für die Position des Geschäftsführers/ der Geschäftsführerin hat sich seit der Verabschiedung von Frau Bayer auch im vergangenen Jahr nicht ergeben. Birgit Bayer, die ja seit der letzten Mitgliederversammlung Beisitzerin im Vorstand des DIF ist, verrichtet still und leise viele Büro- und Verwaltungsaufgaben zu meiner Entlastung – dafür herzlichen Dank. Ob wir nochmals zu einer anderen Lösung in dieser Hinsicht kommen, kann ich derzeit nicht absehen

Persönliche Schlussbemerkungen

In den letzten Wochen hat es Gespräche mit Josef Freise, als Vertreter der lokalen Agenda, aber auch mit Oberbürgermeister Jan Einig zu der Frage einer kommunalen Entwicklungszusammenarbeit und einer Städtepartnerschaft mit dem in Palästina gelegenen Surif gegeben. Josef Freise und andere Befürworter erhoffen sich von einer solchen Partnerschaft einen Beitrag zur Befriedung und damit zur Lösung des Nahostkonflikts leisten zu können. Ich war in diesen Gespräche mit eingebunden. Bei den Gesprächen war meine Position, dies vorsichtig und zurückhaltend anzugehen. Eine solche Partnerschaft mit einer palästinensischen Stadt bedarf eines großen Fingerspitzengefühls gegenüber unseren israelischen Partnern. Unsere israelischen Partner müssten darüber informiert werden, sie dürfen nicht das Gefühl bekommen, dass hier eine Partnerschaft gegen die andere ausgespielt wird. Und die palästinesischen Partner müssten ihrer-seits ein Bekenntnis zur Existenz des Staates Israel abgeben. In Zeiten eines wachsenden Antisemitismus sollte eine Partnerschaft mit einer palästinensischen Stadt gleichzeitig die besondere Verantwortung von uns Deutschen gegenüber Israel im Blick haben.

Die Arbeit eines Freundeskreises, der sich solidarisch zu einem Land stellen soll, mit dem er eine Partnerschaft pflegt, ist auch im vergangenen Jahr nicht leichter geworden. Ich wiederhole mich da in meinen Rechenschaftsberichten der letzten Jahre. Es verfestig sich in diesen Wochen der Eindruck, dass Ministerpräsident Netanjahu sich immer stärker und immer mehr der destruktiven Politik des US Präsident Donald Trump anschließt, Als Freunde Israels wird damit unsere Haltung zur seiner Regierung nicht einfacher, sondern immer komplizierter, ja widersprüchlicher. Der Siedlungspolitik Netanjahus standen wir ja schon seit langem kritisch gegenüber, weil sie die einzige Chance für einen relativen Frieden - nämlich die zwei Staatenlösung - zunehmend unmöglich macht. Zusammen mit Trump gefährdet Netanjahu nun das labile Gleichgewicht im Nahen Osten. Das könnte zu einem gefährlichen Konflikt - wenn nicht sogar zu einem Krieg führen, dessen Folgen nicht absehbar sind und der weit gefährlicher und zerstörerischer werden könnte als die bisherigen kriegerischen Auseinandersetzungen in der Region. Uns treibt die Sorge um, dass diese Politik Netanjahus sogar den Status Israels in der Region gefährden kann.

Nichtsdestotrotz berührt diese unsere kritische, ablehnende Haltung der gegen-wärtigen Regierungspolitik gegenüber nicht unsere Sympathie und unser Eintreten für die Existenz des Staates Israel und das Wohlergehen seines Volkes.

Ich danke Ihnen für ihre Aufmerksamkeit!

Mitgliederversammlung 2017

PROTOKOLL

der Mitgliederversammlung
des Deutsch-Israelischen Freundeskreises Neuwied e.V.

am 18.05.2017, 18.00 – 10.40 Uhr

im Gemeindehaus der Marktkirchengemeinde Neuwied 

 

Versammlungsleitung: Werner Zupp (TOP 1 - 3 und 7.2 - 9)
  Herr Racky (TOP 4 - 7.1)
Protokoll: Walter Sefrin, Birgit Bayer

 

Es waren 17 stimmberechtigte Mitglieder und 2 Gäste anwesend


 

 

Mit der Begrüßung der anwesenden Mitglieder und Gäste eröffnete der Versammlungsleiter Werner Zupp die Sitzung und stellte die satzungsgemäße, form- und fristgerechte Einladung zur Versammlung fest. 

Die mit der Einladung versendete Tagesordnung (s. Anlage) wurde wie folgt ohne Änderung beschlossen:

TOP 1: Geschäftsbericht des Vorsitzenden
TOP 2: Kassenbericht der Kassenführerin
TOP 3: Diskussion der Berichte
TOP 4: Wahl eines Versammlungsleiters
TOP 5: Bericht der Rechnungsprüfer
TOP 6: Entlastung des Vorstands
TOP 7: Wahl des Vorstands
      TOP 7.1: Wahl des Vorsitzenden
      TOP 7.2: Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden
      TOP 7.3: Wahl der Schatzmeisterin
      TOP 7.4: Wahl des/der Geschäftsführenden
      TOP 7.5: Wahl der Beisitzenden
TOP 8: Wahl zweier Rechnungsprüfer/-innen
TOP 9: Vortrag von Dr. Josef Freise
"Der Israel-Palästina-Konflikt: Pädagogische Ansätze der Begegnung und Konfliktbearbeitung"

 

TOP 1: Geschäftsbericht des Vorsitzenden Herrn Zupp

In seiner Rede bilanzierte Herr Zupp den Zeitraum von der letzten Mitgliederversammlung am 13. Juni vor einem Jahr bis zum heutigen Datum.

Er freute sich darüber, dass durch einen Neueintritt der Mitgliederbestand von 103 Mitgliedern gehalten werden konnte.

Weiter teilte er der Versammlung mit, dass Herr Dr. Jungblut in einem Brief erklärt habe, er halte den an ihn verliehenen Titel „Ehrenmitglied“ für nicht mehr zeitgemäß, lege ihn deshalb nieder und werde weiter als normales Mitglied fungieren.

Der Vorsitzende berichtete, dass die in der letzten Sitzung beschlossene Satzung inzwischen rechtskräftig eingetragen sei und auch die Anerkennung durch das Finanzamt erhalten habe. Nun stehe die Überprüfung der satzungsgemäßen Geschäftsführung durch das Finanzamt an.

Außerdem thematisierte Herr Zupp u.a. die Partnerschaft mit Drom Hasharon und die damit verbundene Kontroverse mit der Stadtspitze, die Jugendaustausche der IGS Johanna Löwenherz und die Kontakte in die USA, die durch den „Stolperstein“-Internetauftritt entstanden sind.

Die vollständige Rede des Vorsitzenden ist als Anlage beigefügt.

 

TOP 2: Kassenbericht der Kassenwartin

Frau Lopez erläuterte die Einnahmen und Ausgaben des Vereins.
Besonders wies sie darauf hin, dass sie zurzeit an der vom Finanzamt geforderten Abgabe einer Erklärung zur Feststellung der Befreiung von Körperschaftssteuer arbeite. In diesem Zusammenhang habe sie in ihrer Auswertung den Zeitraum des Kassenjahres an das Kalenderjahr angepasst

 

TOP 3: Diskussion der Berichte

Es wurde über das Verhältnis der Stadtspitze zum DIF im Allgemeinen und in
Bezug auf das Partnerschaftsjubiläum im Speziellen diskutiert.

Herr Hammes erkundigte sich, ob der DIF die gleiche finanzielle Zuwendung erhalte wie die anderen Freundeskreise. Soweit Herr Zupp es beurteilen konnte, bestätigte er dies.

Außerdem bat Herr Hammes darum, zu prüfen, ob eine Übernahme der Kosten durch die Stadt für die 1/4-jährliche Kontrolle auf dem Jüdischen Friedhof möglich sei.

 

TOP 4: Wahl eines Versammlungsleiters

Herr Scherrer übernahm diese Aufgabe und leitete sogleich zum Bericht der Rechnungsprüfer über.

 

TOP 5: Bericht der Rechnungsprüfer

<p">Herr Scherrer verlas den Bericht über die Kassenprüfung, die er gemeinsam mit Herrn Dr. Jungblut am 10.05.17 vorgenommen hatte, dankte der Kassenführerin sowie dem gesamten Vorstand für sein engagiertes Tun und beantragte die Entlastung des Gesamtvorstandes

 

TOP 6: Entlastung des Vorstands

Die Versammlung stimmte dem Antrag auf Entlastung des Gesamtvorstandes mit 9 Stimmen ohne Gegenstimme zu, wobei sich die 8 betroffenen Vorstandsmitglieder
enthielten.

 

TOP 7: Neuwahl des Vorstands

Die folgenden Wahlen wurden auf einstimmigen Beschluss (17 Ja-Stimmen) der Versammlung per Akklamation durchgeführt.

Die im Folgenden dargestellten Abstimmungsergebnisse beruhen darauf, dass sich jeweils alle 17 anwesenden, stimmberechtigten Mitglieder an der Abstimmung beteiligt haben.

 

TOP 7.1: Wahl des Vorsitzenden

Vorgeschlagen für den Vorsitz wurde Herr Werner Zupp ohne Gegenkandidat.

Die Mitglieder bestätigten

Herrn Pfr. Werner Zupp,

für weitere 2 Jahre im Amt des Vorsitzenden.

Abstimmungsergebnis:

Dafür: 16 Enthaltungen: 1 (Betroffener selbst) Dagegen: 0

Herr Zupp nahm die Wahl an und bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen.
Er verabschiedete Herrn Racky mit Dank aus der vorübergehenden Sitzungsleitung und übernahm diese nun wieder selbst 

 

TOP 7.2: Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden

Anknüpfend an seinen Geschäftsbericht bedauerte Herr Zupp noch einmal, dass er Herrn Gerd Anhäuser, der für dieses Amt nicht mehr kandidieren möchte, seinen Dank für das langjährige Engagement als stellvertretender Vorsitzender an diesem Abend nicht persönlich aussprechen kann.

Als neuen stellvertretenden Vorsitzenden schlug er Herrn Walter Sefrin vor. Es gab keinen Gegenkandidaten. Die Versammlung wählte
                  Herrn Walter Sefrin

 zum stellvertretenden Vorsitzenden

Abstimmungsergebnis:

Dafür: 15  Enthaltungen: 2 (Betroffener selbst) Dagegen: 0

Herr Sefrin nahm die Wahl an. 

 

TOP 7.3: Wahl der Schatzmeisterin

Der Versammlungsleiter schlug als Schatzmeisterin Frau Brigitte Lopez vor. Weitere Vorschäge gab es nicht.

Frau Brigitte Lopez

wurde im Amt bestätigt und nahm die Wahl an

Abstimmungsergebnis:

Dafür: 15 Enthaltungen: 2 (Betroffener selbst) Dagegen: 0

 

TOP 7.4: Wahl des/der Geschäftsführenden

Da bislang niemand gefunden wurde, der für die Geschäftsführung zur Abstimmung
empfohlen werden konnte und auch aus der Versammlung heraus niemand
kandidierte, musste diese Wahl erneut entfallen.

 

TOP 7.5: Wahl der Beisitzenden

Es erfolgte kein Widerspruch gegen den Vorschlag, die Beisitzenden en bloc zu
wählen.
Für die Wiederwahl kandidierten:

Herr Gerd Anhäuser (Einverständnis lag vor),
Frau Birgit Bayer,
Frau Charlotte Fichtl-Hilgers,
Herr Dr. Hans-Georg Jungblut (Einverständnis lag vor),
Herr Christian Martin-Schultze,
Herr Rolf Wüst.

Die Versammlung macht keine weiteren Vorschläge und wählte die vorgeschlagenen Beisitzer einstimmig, bei Enthaltung der Betroffenen.

Abstimmungsergebnis:

Dafür: 12 Enthaltungen: 5 (alle Betroffenen selbst) Dagegen: 0

 

TOP 8: Wahl zweier Rechnungsprüfer

Aus der Versammlung stellten sich Herr Werner Hammes und Herr Gerd Heintges für
diese Aufgabe zur Verfügung und wurden einstimmig gewählt.

Herr Zupp schloss den offiziellen Teil der Mitgliederversammlung, begrüßte den Gastredner Dr. Josef Freise und leitete zu dessen Vortrag über.

 

TOP 9: Vortrag von Dr. Josef Freise "Der Israel-Palästina-Konflikt: Pädagogische Ansätze der Begegnung und Konfliktbearbeitung" 

Seit 20 Jahren reist Dr. Freise im Rahmen internationaler Hochschulpartnerschaften regelmäßig nach Israel und Palästina. Soweit es die politische Situation erlaubte, führte er Begegnungsprogramme zwischen deutschen, israelischen und palästinensischen Studierenden durch.

In seinem Vortrag schilderte Dr. Freise sehr anschaulich seine Erfahrungen bei diesen Begegnungen zwischen jungen Menschen. Und er diskutierte die Chancen für gegenseitiges Verstehen und die Anerkennung der Bedürfnisse der anderen Seite, für Konfliktbearbeitung und Annäherung, die ein pädagogischer Ansatz bieten kann, aber auch seine Grenzen.

 

 

Gez.
Werner Zupp
(Vorsitzender)

für das Protokoll zeichnen
Walter Sefrin und Birgit Bayer

 


Anlagen:

1. »Einladung zur Mitgliederversammlung (PDF)
2. »Einladung zum Vortrag von Dr. Josef Freise (PDF)
3. »Geschäftsbericht des Vorsitzenden zur Mitgliederversammlung (PDF)

 

 

Mitgliederversammlung 2016

PROTOKOLL

der Mitgliederversammlung
des Deutsch-Israelischen Freundeskreises Neuwied e.V.

am 13.06.2016, 18.00 – 19.50 Uhr

im Gemeindehaus der Marktkirchengemeinde Neuwied 

 

Versammlungsleitung: Werner Zupp (TOP 1 - 4 und 7 - 9)
  Herr Scherrer (TOP 5 - 6)
Protokoll: Walter Sefrin

 

Es waren 23 stimmberechtigte Mitglieder und 2 Gäste anwesend


 

 

Mit der Begrüßung der anwesenden Mitglieder und Gäste eröffnete der Versammlungsleiter Werner Zupp die Sitzung und stellte die satzungsgemäße, form- und fristgerechte Einladung zur Versammlung fest. Die mit der Einladung versendete Tagesordnung (s. Anlage) wurde wie folgt ohne Änderung beschlossen:

TOP 1: Geschäftsbericht des Vorsitzenden
TOP 2: Kassenbericht der Kassenführerin
TOP 3: Diskussion der Berichte
TOP 4: Wahl eines Versammlungsleiters
TOP 5: Bericht der Rechnungsprüfer
TOP 6: Entlastung des Vorstands
TOP 7: Satzungsänderung laut beigefügter Anlage
TOP 8: Änderung in der Geschäftsführung
       8.1 Neuwahl einer Geschäftsführerin/eines Geschäftsführers
TOP 9: Vortrag von Dr. Beate Welter (Leiterin der Gedenkstätte
Hinzert)

 

TOP 1: Geschäftsbericht des Vorsitzenden Herrn Zupp

In einer engagiert vorgetragenen Rede bilanzierte Herr Zupp den Zeit-Raum von der letzten Mitgliederversammlung vor einem Jahr bis zum heutigen Datum. Er sprachu.a. die Mitgliederentwicklung an (z.Zt. 103 Mitglieder), beklagte die kargen Kontakte zur Verwaltung unseres israelischen Partnerbezirkes Drom Hasharon. Er wies aber auch mit Freude darauf hin, dass der Austausch der IGS Neuwied mit Beth Berlwieder in Gang gekommen sei. Die vollständige Rede des Vorsitzenden ist als Anlage beigefügt.

 

TOP 2: Kassenbericht der Kassenführerin Frau Lopez

Der Kassenbericht von Frau Lopez ist als Anlage 4 beigefügt.

 

TOP 3: Diskussion der Berichte

Herr Faustmann erkundigte sich, ob die Seriosität der Vereine, bei denen der DIF Mitglied ist, vom Vorstand geprüft worden sei. Dies bestätigte Herr Zupp.

 

TOP 4: Wahl eines Versammlungsleiters

Herr Scherrer übernahm diese Aufgabe und leitete sogleich zum Bericht der Rechnungsprüfer über.

 

TOP 5: Bericht der Rechnungsprüfer

Herr Dr. Jungblut verlas den Rechnungsprüfungsbericht, wobei er Frau Lopez eine untadelige Kassenführung bescheinigte und bat unter …

 

TOP 6: Entlastung des Vorstands

… die Mitglieder darum, den Vorstand zu entlasten, was einstimmig erfolgte.

 

TOP 7: Satzungsänderung

Frau Bayer übernahm die Erläuterung zur neugefassten Satzung, die sie synoptisch (alt – neu) und graphisch sehr übersichtlich gestaltete.

Lediglich zu der Beitragserhöhung für SchülerInnen und StudentenInnen gab es Nachfragen (Frau Wüst).

Die Neufassung der Satzung wurde anschließend von den 23 stimmberechtigten Mitgliedern in der mit der Einladung verschickten Fassung ohne Änderungen einstimmig beschlossen.

 

TOP 8: Änderung in der Geschäftsführung

Beklagt wurde, dass trotz intensiver Suche, bisher niemand gefunden wurde, der das Amt einer Geschäftsführerin/ eines Geschäftsführers von Frau Bayer übernehmen könnte. Der Ball liege jetzt bei der Stadtspitze.

Da auch aus der Versammlung heraus kein Kandidat zur Wahl stand, musste TOP 8.1 entfallen.

 

TOP 9: Vortrag von Frau Dr. Welter über das SS-Sonderlager Hinzert entfiel.

gez. Walter Sefrin

 

Werner Zupp
(Vorsitzender)

 


Anlagen:

1. »Einladung zur Mitgliederversammlung (PDF)
2. »aktualisierter Satzungstext (PDF)
3. »Einladung zum Vortrag von Dr. Beate Welter (PDF)
4. »Geschäftsbericht des Vorsitzenden (PDF)

 

 

Mitgliederversammlung 2015

PROTOKOLL

der Mitgliederversammlung
des Deutsch-Israelischen Freundeskreises Neuwied e.V.

am 23.04.2015, 18.00 – 19.45 Uhr

im Gemeindehaus der Marktkirchengemeinde Neuwied 

 

Versammlungsleitung: Werner Zupp (TOP 1 - 4 und 7.2 - 9)
  Dieter Melsbach (TOP 5 - 7.1)
Protokoll: Birgit Bayer

 

Es waren 23 stimmberechtigte Mitglieder und 3 Gäste anwesend. 

 

Mit der Begrüßung der anwesenden Mitglieder und Gäste eröffnete der Versammlungsleiter Werner Zupp die Sitzung und stellte die satzungsgemäße, form- und fristgerechte Einladung zur Versammlung fest.

 

Die mit der Einladung versendete Tagesordnung wurde wie folgt ohne Änderung beschlossen:

 

TOP 1:    Geschäftsbericht des Vorsitzenden 

TOP 2:    Kassenbericht des Kassenwarts 

TOP 3:    Diskussion der Berichte 

TOP 4:    Wahl eines Versammlungsleiters 

TOP 5:    Bericht der Rechnungsprüfer 

TOP 6:    Entlastung des Vorstands 

TOP 7:    Neuwahl des geschäftsführenden Vorstands 

  7.1:     Wahl der/des Vorsitzenden

  7.2:     Wahl der/des stellvertretenden Vorsitzenden

  7.3:     Wahl der Schatzmeisterin/des Schatzmeisters

  7.4:     Wahl der Beisitzer 

TOP 8:    Wahl der Rechnungsprüferin / des Rechnungsprüfers 

TOP 9: Vortrag von Prof. Dr. Günter Eßer, Bonn: „DAS JUDENTUM HAT VIELE GESICHTER“ Versuch einer christlichen Annäherung an die Hauptströmungen des heutigen Judentums 

 

TOP 1: Geschäftsbericht des Vorsitzenden

 

Die letzte Mitgliederversammlung fand am 23. Mai 2013 also vor knapp 2 Jahren statt, so dass sich der Ge-schäftsbericht auf den Zeitraum ab diesem Datum bezieht.

 

1.1 Mitgliederzahlen 

Zum Deutsch-Israelischen-Freundeskreis Neuwied gehören 110 Mitglieder; das sind gegenüber von vor zwei Jahren 6 Mitglieder weniger, da waren es nämlich 116 (Stand 22.05.13). 

Insgesamt 9 Mitglieder sind ausgeschieden, davon sind 3 Mitglieder verstorben, nämlich Toni Dasbach, Gudrun de Fallois und Robert Knapp. Sie alle drei waren Mitglieder der ersten Stunde der Arbeit des Deutsch-Israelischen-Freundeskreises, denen der Verein viel zu verdanken habe. Herr Zupp erinnerte insbesondere noch einmal an Toni Dasbach, der sich als ein Zeitzeuge der damaligen Zeit unmissverständlich und ohne auf die eigene Person zu achten für die Aussöhnung mit dem jüdischen Volk aber auch insbesondere um die Aufarbeitung der Vergangenheit in unserer Stadt bemüht habe und bat die Anwesenden, mit ihm gemeinsam der verstorbenen Mitglieder zu gedenken.

 Im Anschluss daran gab Herr Zupp erfreut bekannt, dass 3 neue Mitglieder hinzugewonnen werden konnten, u.a. das Ehepaar Christine und Heribert Welter, zu deren Engagement er noch einmal zu einem späteren Zeitpunkt in meinem Bericht kommen werde.

 

1.2 Zur Arbeit des Vorstandes

 Seit der Mitgliederversammlung am 23.05.13 haben 4 Vorstandssitzungen und 11 Besprechungen innerhalb des geschäftsführenden Vorstandes stattgefunden.

 

  1.3 Die Partnerschaft mit Drom Hasharon

 Nach den Feierlichkeiten zum 25jährigen Bestehen der Partnerschaft mit Drom Hasharon im Mai 2013 haben sich die Aktivitäten in den beiden vergangene Jahren in Grenzen gehalten. Der DIF verschickte im Herbst wie jedes Jahr Festtagsbriefe, und erhielt Grüße aus Israel zum Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel. 

Herr Zupp berichtete, dass ihn Oberbürgermeister Roth im Herbst vergangenen Jahres angesprochen habe, ggf. an der vorbereitenden Tagung zur Städtekonferenz mit Partnerstädten in Jerusalem teilzunehmen. Dies sei ihm aber im Dezember, wie man sich vorstellen könne, terminlich nicht möglich gewesen. Er wolle jedoch unbedingt bald in die Partnerregion nach Israel reisen, um die nach dort bestehenden Kontakte mit einem persönlichen Kennenlernen zu verbinden.

 

 1.4 Veranstaltungen in den beiden vergangenen Jahren 

2013 

Aus Anlass des Tages des offenen Denkmals am 8. Sept 2013 fanden zwei Führungen auf dem Jüdischen Friedhof in Niederbieber statt, eine weitere Führung für den Turnverein Niederbieber fand am 22.Sept 2013 statt. 

Rolf Wüst hielt im Namen des Deutsch Israelischen F reundeskreises mehrere Vorträge über die Pogromnacht, so unter anderem am 25.09.2013 in der David-Röntgen-Schule und am 6. Nov in der Volkshochschule. 

Am 09. Nov. fand wie in jedem Jahr so auch 2013 das Gedenken an die Opfer des Holocaust in der Synagogengasse statt. Auffallend war, dass zu diesem Gedenken gerade in 2013 viele Schülerinnen und Schüler und die entsprechenden Lehrpersonen von den verschiedenen Schulen aus Neuwied anwesend waren. Mehrere Schülerinnen und Schüler trugen Texte bei der Gedenkfeier vor. Es sei seines Erachtens wichtig, so Herr Zupp, dass die Generation, die diese Ereignisse nur noch vom Erzählen her kenne, zur Teilhabe an die Erinnerung eingeladen werde und die Einladung auch annehme.

 Noch am gleichen Abend gab es eine szenische Lesung der Theatergruppe Theattraktion unter Leitung von Carl Gneist mit Gesang und Musik und Bildprojektionen unter dem Thema „Christusmörder und Brunnenvergifter“ , in der die Geschichte des Judenhasses durch die Jahrhunderte hindurch aufgeblättert wurde.

 Am 10.11. fand ein Bußgottesdienst zum Gedenken an den 09. Nov. in der Marktkirche statt, bei dem Kantor Jürgen Ries von der Jüdischen Gemeinde Mitte lrhein gemeinsam mit mir die Liturgie hielt. 

Am 12.11. fand die Aufführung „Herzkeime“ im Gemeindehaus der Marktkirche statt. Die Schauspielerin Martina Roth rezitierte dabei Verse der jüdischen Schriftstellerinnen Nelly Sachs und Selma Meerbaum-Eisinger. Gemeinsam mit dem Musiker, Licht- und Videokünstler Johannes Conen schaffte sie es dabei, die leisen wie auch manchmal gnadenlos brutalen Texte der beiden Frauen vertont in Szene zu setzen und zu einem neuen Ganzen zusammenzuführen. Videoeinspielungen, Schauspiel, Gesang und Musik schufen so ein beklemmendes Bild von der Zerbrechlichkeit und Zartheit, gleichzeitig aber auch von der Stärke und der Unbesiegbarkeit der Gefühle in den Zeiten der Unterdrückung und Todesgefahr. Die Besucher erlebten einen leisen, sehr eindringlichen und poetischen Abend. 

Im Rahmen der Veranstaltungen zum 09. Nov. hielt Rolf Wüst noch einmal seinen Vortrag zu den Stolpersteinen in Neuwied.

 2014

 Im Jahr 2014 gedachte der DIF der 76. Wiederkehr der Reichspogromnacht von 1938. So gab es um den 09. Nov. 2014 wiederum eine Reihe von Veranstaltungen: Höhepunkt war die Ausstellung „Stolpersteine in Neuwied – Erinnern für die Zukunft “. Sie präsentierte in ihrem dokumentarischen Teil eine Auswahl von Opferschicksalen mit Hilfe von kurzen Texten und Fotografien, eine zusammenhängende Fotogalerie aller Stolpersteine in Neuwied, sowie eine Orientierung über die Verlegeorte nach den Ouellenmaterialien von Rolf Wüst, gestaltet von Christine Welter und in ihrem künstlerischen Teil ergänzt durch Werke von Waltraud Hemmerich. Die Eröffnung der Ausstellung fand im unmittelbaren Anschluss an die Gedenkfeier zum 09. Nov am Synagogenmahnmal statt. Eine unüberschaubar große Menge von Menschen war an diesem Nachmittag beeindruckt von der Ausstellung, sowie auch die zahlreichen Besucher und Besucherinnen, die in den darauffolgenden Wochen zur Ausstellung kamen. 

Rolf Wüst hielt im Rahmen der Veranstaltungsreihe am 10. Nov. einen beachtenswerten Vortrag zu dem Thema „Erinnern und Gedenken -zwischen Gestern und Morgen“. 

Den Abschluss der Veranstaltungsreihe stellte eine Lesung unter dem Thema „In jenen Jahren war die Zeit gefroren“ mit Catrina Schneider und Bernd Spehl an der Klarinette dar, ein Abend, der im wahrsten Sinne des Wortes eine Verbeugung vor allen Opfern des Holocaust darstellte. 

Im Jahr 2015 lag die Verantwortung für den Gottesdienst am 27. Januar in den Händen der ACK Neuwied. Der Gottesdienst unter dem Motto „Zukunft braucht Erinnerung“ wurde mitgestaltet von den verschiedenen Mitgliedsgemeinden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Neuwied. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es einen Schweigemarsch hinunter in die Krypta der Herrnhuter Brüdergemeine mit einem liturgischen Abschluss. 

 

1.5 Kontakte zu jüdischen Familien 

Mehrfach hat es auch in den letzten beiden Jahren des Berichtszeitraumes Begegnungen und Kontakte zu jüdischen Familien gegeben, deren Vorfahren in Neuwied lebten. So u.a. mit der Großfamilie Levine, sowohl hier in Neuwied, aber auch in Selters und Rengsdorf, dann mit der Großfamilie Geisel und deren Verwandtschaft und der Familie De Castro hier in Neuwied, deren Vorfahren Selma u. Julius Hermann waren und am Kirchplatz in Heddesdorf lebten. 

 

1.6 Stolpersteine und deren Darstellung auf einer Webseite 

Zur Verlegung der Stolpersteine berichtete Herr Zupp, dass auch im vergangenen Berichtszeitraum wieder Steine verlegt worden seien, so dass man zur Zeit vor einem vorläufigen Abschluss der Verlegung stehe. Der Vorstand habe zwischenzeitlich beschlossen, auch für die nichtjüdischen Familien, die von den Nazis verfolgt wurden und deren Schicksal bekannt sei, Stolpersteine zu verlegen. Am 19. August 2013, am 11. Februar und am 27. Mai 2014 fanden jeweils Stolpersteinverlegungen im Stadtgebiet statt. 

Frau Christine Welter, die bereits die STOLPERSTEIN-Ausstellung im November konzipierte und sich inzwischen auch an der Recherche beteiligt, Herr Hans Dieter Becker als Computerspezialist und Rolf Wüst, der das Material sammelte, stehen relativ kurz vor der Freischaltung der Stolperstein-Website. 

Als Rolf Wüst vor 10 Jahren mit der Stolperstein-Re cherche begann, konnte er nicht ahnen, wie umfangreich die Ergebnisse sein würden. Entsprechend sorglos und oft systemlos sammelte er über all die Jahre sein Material. Nun müssen alle Informationen und Materialien zusammengetragen und so aufbereitet werden, dass sie in eine Website und deren System einfließen können. 

Die Seite soll nicht zu früh freigeschaltet werden, damit sich Besucher nicht enttäuscht abwenden, sondern erst wenn sie wirklich ergiebig ist. Aber auch nachdem sie für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird, ist eine ständige Prüfung, Erweiterung und Ergänzung geplant, denn es steht zu hoffen, dass hierdurch ein umfassender Gedanken- und Informationsaustausch mit Nachkommen und Wissenschaftlern weltweit entsteht – wie es auch jetzt schon in mehreren Fällen geschieht.

 Jedes einzelne Opfer erhält eine eigene Dokumentenseite, auf der seine / ihre Schicksalsdaten und Biographie zusammen mit der Lage des betreffenden Steins verzeichnet sind. Die Mitglieder einer Familie sind im Prinzip miteinander verlinkt. Verschiedene Suchfunktionen erleichtern die Orientierung. 

Gegenwärtig werden noch Fotos, Dokumente und andereMaterialien und Erweiterungen hinzugefügt, sowie allgemeine Informationen zu den jüdischen Gemeinden im Neuwieder Zentrum und den Stadtteilen.

Hierdurch soll ein Kompendium der NS-Opfer entstehen, das – wie oben bereits erwähnt – für die ständige Erweiterung und Korrektur offen ist und hoffentlich nie zum Abschluss kommen wird. 

Die Erstellung der Website sei nicht nur eine höchst zeitaufwendige Arbeit, sondern auch eine höchst kostspielige, merkte Herr Zupp an. Der DIF sei daher für jede Spende, die ihn erreiche, dankbar.

 

1.7 Personalien 

Herr Zupp gab bekannt, dass Herr Daniel ab dieser Mitgliederversammlung aus persönlichen und vor allem beruflichen Gründen sein Amt als Kassenwart niederlege. Er bedauere dies sehr, könne es aber andererseits auch verstehen. 

Auch Frau Bayer werde zukünftig nicht mehr als Geschäftsführerin des Deutsch Israelischen Freundeskreises zur Verfügung stehen. Hier habe es mit Herrn Oberbürgermeister Roth Gespräche gegeben, auf Grund derer dem DIF aus der städtischen Verwaltungheraus wohl eine geeignete Person vorgeschlagen werde. Herr Roth wolle sich seinerseits darum bemühen. Ergebnisse lägen hier noch nicht vor. Frau Bayer habe aber zugesagt, dass sie dem DIF solange zur Verfügung stehe, bis ein neuer/eine neue Geschäftsführer/in gefunden sei; sie sei auch bereit den/diejenige(n) einzuarbeiten. Dafür dankte Herr Zupp Frau Bayer ganz herzlich. 

Hiermit endete der Geschäftsbericht des Vorsitzende. 

 

Persönliche Schlussbemerkungen des Vorsitzenden Herrn Zupp: 

Im Anschluss an seinen Geschäftsbericht richtete Herr Zupp ein persönliches Wort an die Versamm-lung, das hier wörtlich wiedergegeben wird: 

„Die Arbeit eines Freundeskreises, der sich solidarisch zu einem Land stellen soll, mit dem er eine Partnerschaft pflegt, ist in Zeiten wie diesen schwieriger geworden. Es kann nicht um uneingeschränkte Solidarität mit einem Land gehen, bei dessen Politik wir auch manches in Frage stellen müssen. 

Ich habe vor einigen Wochen mit großem Interesse den Roman „Während die Welt schlief“ von Susan Abulhawa gelesen. Er schildert das Schicksal des palästinensischen Volkes und dessen - wie man sagen kann - Unterdrückung durch die Israelis. Auch diese Geschichte sollte in unserem Verhältnis zu Israel mit in den Blick genommen werden. 

Und noch eine zweite und letzte Anmerkung. Morgen gedenkt das Armenische Volk des Genozids an seinen Vorfahren vor 100 Jahren, der unendliches Leid über beinahe 1,5 Millionen Menschen des armenischen Volkes gebracht hat. Ich bin froh und unserem Bundespräsidenten dankbar, dass er heute in einem ökumenischen Gedenkgottesdienst im Berliner Dom anlässlich des Genozids an den Armeniern von offizieller Seite dieses Geschehen als Völkermord bezeichnet hat. Unrecht muss auch als Unrecht benannt werden und Schuld muss anerkannt und eingestanden werden. Wir hätten als deutsches Volk nie die Chance gehabt, unser Verhältnis zum israelischen Volk aus einem neuen Blickwinkel zu sehen, wenn es uns nicht gelungen wäre, die Schuld am Völkermord von mehr als 6 Millionen Juden eindeutig zu benennen und einzugestehen. 

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!“ 

 

TOP 2: Kassenbericht des Kassenwarts

 Herr Daniel informierte die Versammlung über die Einnahmen, Ausgaben und Kontostände. 

Den Vorgaben der Finanzverwaltung, die Rücklagen des Vereins nach und nach abzubauen bzw. an konkret geplante Projekte zu binden, sei der DIF nachgekommen. 

 

TOP 3: Diskussion der Berichte

 Es ergab sich keine Aussprache zu den Berichten des Vorsitzenden und des Kassenwartes. 

Eine kurze Diskussion zu den persönlichen Worten von Herrn Zupp schloss sich jedoch an, in der Herr Dr. Jungblut anmerkte, dass die Partnerschaft zu Drom Hasharon eine zuerst politisch motivierte Freundschaft sei. Die Kontaktaufnahme zu palästinensischen Bürgern der Region müsse man kritisch prüfen. Er betonte jedoch, wie besonders wichtig es für den Deutsch-Israelischen Freundeskreis sei, sich bei allem bewusst zu machen, dass der Staat Israel gerade in diesen Zeiten den Rückhalt und die Unterstützung seiner Freunde mehr denn je brauche. Herr Melsbach warnte, die Partnerschaft zu Drom Hasharon stehe auf dünnem Eis und könne verloren gehen. Auf keinen Fall dürfe man die Beziehungen gefährden. Am Ende fasste Herr Zupp zusammen, man müsse die schwierige Situation Israels sehen und berücksichtigen. 

 

TOP 4: Wahl des Versammlungsleiters 

Der Ehrenvorsitzende, Dieter Melsbach, wurde als Versammlungsleiter vorgeschlagen, von den 23 stimmbe-rechtigten Mitgliedern einstimmig gewählt und übernahm ab hier die Leitung. 

 

TOP 5: Bericht der Rechnungsprüfer 

Frau Regine Wilke und Herr Werner Hammes hatten die von Schatzmeister Horst Daniel vorbereiteten Kassenunterlagen geprüft und das Ergebnis ihrer Prüfung der Versammlung per E-Mail zur Verfügung gestellt , da beide an der Mitgliederversammlung nicht teilnehmen konnten. Der Versammlungsleiter trug den Bericht der Kassenprüfer vor, welcher festhielt, es habe innerhalb der Prüfung keine Beanstandung gegeben. 

 

TOP 6: Entlastung des Vorstandes 

Die Versammlung beschloss auf Antrag einstimmig (23 Ja-Stimmen) die Entlastung des Vorstandes.

  

TOP 7: Neuwahl des Vorstandes 

Die folgenden Wahlen wurden auf einstimmigen Beschluss der Versammlung per Akklamation durchgeführt.

 Während des gesamten Wahlvorganges stimmten alle 23 Stimmberechtigten ab, so dass im Folgenden bei einstimmiger Wahl immer von 23 Ja-Stimmen (ohne Enthaltungen oder Gegenstimmen) auszugehen ist.

 

TOP 7.1: Wahl des Vorsitzenden 

Vorgeschlagen für den Vorsitz wurde Werner Zupp ohne Gegenkandidat. 

Die Mitglieder bestätigten einstimmig Herrn Pfr. Werner Zupp für weitere 2 Jahre im Amt des Vor-sitzenden. 

Herr Zupp nahm die Wahl an und bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. 

Er verabschiedete Herrn Melsbach mit Dank aus der vorübergehenden Sitzungsleitung und übernahm diese nun wieder selbst. 

TOP 7.2: Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden 

Als stellvertretenden Vorsitzenden schlug der Vorsitzende Gerd Anhäuser vor. Es gab keinen Gegenkandidaten. Herr Gerd Anhäuser wurde ebenfalls einstimmig im Amt bestätigt. 

Herr Anhäuser nahm die Wahl an. 

TOP 7.3: Wahl der Schatzmeisterin

 Der Versammlungsleiter schlug als Schatzmeisterin Brigitte Lopez vor. Weitere Vorschläge gab es nicht. Frau Brigitte Lopez wurde einstimmig gewählt und nahm die Wahl an. 

TOP 7.4: Wahl der Beisitzenden

 Es erfolgte kein Widerspruch gegen den Vorschlag, die Beisitzenden en bloc zu wählen. 

Für die Wiederwahl kandidierten:

 

Frau Charlotte Fichtl-Hilgers,

Frau Inge Gütler,

Herr Christian Schultze,

Herr Walter Sefrin,

Herr Rolf Wüst.

Die Versammlung machte keine weiteren Vorschläge. 

Die vorgeschlagenen Beisitzerinnen und Beisitzer wurden einstimmig wiedergewählt. Alle Beisitzer nahmen die Wahl an. Die nicht anwesenden hatten ihr Einverständnis bereits vor der Versammlung erteilt.

 

TOP 8: Wahl der Rechnungsprüfer 

Der Versammlungsleiter bat um Vorschläge für die Kandidatur zum Kassenprüfer bzw. zur Kassenprüferin. Es stellten sich Herr Dr. Hans-Georg Jungblut und Herr Manfred Scherrer zur Wahl, wofür Herr Zupp ihnen dankte. 

Beide wurden bei jeweils eigener Enthaltung einstimmig (mit 22 Ja-Stimmen) gewählt und nahmen die Wahl an. 

Damit schloss der offizielle Teil der Mitgliederversammlung. 

 

TOP 9: Vortrag von Prof. Dr. Günter Eßer, Bonn: „DAS JUDENTUM HAT VIELE GESICHTER“ Versuch einer christlichen Annäherung an die Hauptströmungen des heutigen Judentums 

Herr Zupp hieß den Referenten herzlich willkommen und freute sich auf den Vortrag.

 Professor Eßer gestaltete diesen wie bereits bei der Mitgliederversammlung 2012 ebenso lehrreich wie humorvoll. Er warb dafür, sich mit der immer noch bei vielen Zeitgenossen unbekannten „Mutterreligion“ des Christentums näher zu beschäftigen, um die Basis für einen fruchtbaren Austausch zu schaffen. Prof. Eßer führte spannungsreich durch die geschichtliche Entwicklung der aktuellen Hauptströmungen des Judentums und skizzierte deren wichtigste Merkmale; dies jedoch ohne die damit verbundenen innerjüdischen Differenzen zu bewerten, das stehe einem Betrachter von außen nicht zu. Für ein Verständnis des lebendigen Judentums sei es aber hilfreich, so Eßer, etwas von der Vielschichtigkeit des Judentums in der heutigen Zeit zu kennen. 

Herr Zupp schloss die Versammlung um 19.45 Uhr.

 

 

PROTOKOLL

der Mitgliederversammlung
des Deutsch-Israelischen Freundeskreises Neuwied e.V.

am 22.10.2021, 18.00 – 20.45 Uhr

im Gemeindehaus der Marktkirchengemeinde Neuwied 

 

Versammlungsleitung:

Werner Zupp (TOP 1-6 u. 9)
Ralf Seemann (TOP 7-8)

Protokoll: Birgit Bayer

 

Es waren 22 stimmberechtigte Mitglieder anwesend.
Die Anwesenheitsliste ist als Anlage 2 beigefügt.

 

Mit der Begrüßung der anwesenden Mitglieder eröffnete der Vorsitzende Werner Zupp die Sitzung und stellte die satzungsgemäße, form- und fristgerechte Einladung zur Versammlung fest.

Die mit der Einladung versendete Tagesordnung (s. Anlage) wurde von der Versammlung ohne Änderungen wie folgt einstimmig beschlossen:

TOP 1:        Geschäftsbericht des Vorsitzenden

TOP 2:        Kassenbericht der Kassenwartin

TOP 3:        Diskussion der Berichte

TOP 4:        Wahl eines Versammlungsleiters / einer Versammlungsleiterin

TOP 5:        Bericht der Rechnungsprüfer

TOP 6:        Entlastung des Vorstands

TOP 7:        Neuwahl des Vorstands

        7.1: Wahl des Vorsitzenden

        7.2: Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden

        7.3: Wahl der Schatzmeisterin

        7.4: Wahl des Geschäftsführenden

        7.5: Wahl der Beisitzenden

TOP 8:        Wahl zweier Rechnungsprüfer/-innen

TOP 9:        Vortrag von Joachim Hennig: "Verfolgung und Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Neuwied und Umgebung

 

Vor seinem Geschäftsbericht bat Herr Zupp die Anwesenden, in einer gemeinsamen Schweigeminute des verstorbenen Mitglieds Dr. Klaus-Jörg Beckmann zu gedenken.

 

Das gesamte Protokoll der Mitgliederversammlung 2021 lesen